Gespräche am Lagerfeuer

Cosmin Tamas, Geschäftsführer YI TeenStreet Deutschland | YI News 09/2026

Gespräche am Lagerfeuer

Mit 36 bis 37 Grad tagsüber war die Hitze am ersten Abend bei TeenStreet fast unerträglich, und ich hätte mich beinahe dagegen entschieden, das Lagerfeuer anzuzünden. Doch ich tat es. Trotz der Hitze versammelten sich Jugendliche darum, und es entstanden Gespräche. Unter ihnen eine Gruppe von Jungen aus Finnland. Was als einfaches Gespräch begann, sollte sich zu etwas viel Tieferem entwickeln.

Teil einer Veranstaltung mit mehr als 3000 Jugendlichen zu sein ist aufregend. Doch Kleingruppen sind sehr wichtig. Für einen Jugendlichen kann eine Kleingruppe wie eine zweite Familie sein: ein Raum, in dem Fragen gestellt werden können, Freundschaften wachsen und der Glaube persönlich werden kann.

«Dafür bin ich noch zu jung.»

Ein 16-jähriger Teilnehmer aus Finnland, über seinen Wunsch, eines Tages Missionar im Kongo zu werden
Cosmin und Arne, einer der finnischen Jungen, die anfingen, tiefere Fragen zu stellen.

An jenem ersten Abend fragte ich die finnischen Jungen nach ihrem Lebensweg. Ihre Antworten waren ehrlich, aber grösstenteils oberflächlich. Am nächsten Abend war es genauso heiss, also beschloss ich, kein Feuer anzuzünden. Als ich ankam, waren die Jungen bereits da, hatten sich um die Feuerstelle versammelt und warteten auf mich. Diesmal hatten sie Fragen.

Sie wollten wissen, wie Youngstars in verschiedenen Ländern Fuss fasst und wer das alles möglich macht. Als sie erfuhren, dass die Menschen aus Liebe zum Evangelium dienen und nicht, weil sie dafür bezahlt werden, wuchs ihre Neugier. Den Rest der Woche kamen sie jeden Abend zum Lagerfeuer, und die Gespräche wurden tiefgründiger.

Am letzten Tag erzählte einer der Jungen, gerade einmal 16 Jahre alt, etwas, das mich tief bewegte. Mit Tränen in den Augen sprach er von seinem Wunsch, dem Ruf Gottes zu folgen und eines Tages als Missionar im Kongo zu dienen. Dann sagte er: ‹Dafür bin ich noch zu jung.› Ich machte ihm Mut, dass seine Jugend kein Hindernis sei, sich darauf vorzubereiten. Er beschloss, mehr darüber zu beten und mit dem Französischlernen anzufangen, damit er bereit wäre, wenn Gott ihn riefe.

Die Jungen kehrten am Ende von TeenStreet nach Finnland zurück, aber sie nahmen mehr mit als nur Erinnerungen. Um ein einfaches Lagerfeuer herum wurde aus einer kleinen Gruppe ein Ort, an dem aus Fragen Mut wurde und an dem ein 16-Jähriger begann, darüber nachzudenken, wie Gott seine Zukunft verändern könnte.

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